Dorothee Wendel

Dorothee Wendel
geboren in Saarbrücken

Freischaffende Künstlerin
Dipl. Betr.

"Gut 20 Jahre widmet sich die Künstlerin der Abstraktion und auf die erste Ausstellung im Jahre 1996 folgten weitere in Saarbrücken und Umgebung, Trier, München und Berlin.
In Worpswede nahm sie 2007 an der Ausstellung „Hommage an Paula Modersohn Becker“ im Museum am Paula-Modersohn-Haus in Worpswede teil.

Sie malt nicht ein inneres Bild gleichsam ab, sie bringt es zur Welt, gibt ihm die Intensität und Tiefe, die sie in sich spürt. Emotion und Intuition obsiegen über Objektivation.

Dorothee Wendel lässt sich auf kein Format festlegen, sie reizt der Wechsel zwischen Groß und Klein.

Wenn man die Bilder aus eigenem Blickwinkel und eigener Distanz betrachten kann, stellt sich die Wahrnehmung ein, und dies wiederum lässt der Vorstellungskraft jedes einzelnen Betrachters freien Raum.

Die Kunsthistorikerin Nicole Baronsky-Ottmann bezeichnet es als „bemerkenswert und immer reizvoll und ästhetisch“, was Dorothee Wendel aus der „nur“ auf die Leinwand geworfenen, puren Farbe macht.
Tatsächlich sind die Bilder gleichsam dynamisch, ausdrucksstark, schöpferisch und tiefschürfend. Es sind Werke einer Malerin, die in ihrer Kunst angekommen ist. Und sich trotzdem bei jedem neuen Bild aufmacht zu einer Reise ins Unbekannte.“

„Ein Atelier? Nun ja, eher ein Schlachtfeld! Wer in Dorothee Wendels Künstler-Werkstatt blickt, den begrüßt ein buntes Allerlei aus kolorierten Leinwänden, Lack-Spritzern, Tuben mit unterschiedlichsten Tönungen, Flaschen voller Farbe, fleckigen Schwämmen und Gläser voller Pinsel. Ein kreatives Chaos? Ja, aber eines mit System!

Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne. Und wo gemalt wird, fliegen Farbspritzer. Zumindest wenn man, wie Dorothee Wendel, mit der „Dripping-Technik“ operiert, deren bekanntester Vertreter der US-Künstler Jackson Pollock ist. Dabei wird die Farbe von ihr – mal schwungvoll, mal behutsam - auf die auf dem Boden liegende Leinwand direkt aus der Farbflasche auf die Leinwand geworfen. Oftmals steht sie bei der Arbeit auf einer Leiter, dann wieder kniet oder sitzt sie vor der Leinwand.

Für diese Art der großformatigen Gemälde wählt sie Acrylfarben, da diese neben den verschiedenen Formen des Wurfs auch ein schnelles und einheitliches Trocknen ohne Risse gewährleisten. Das ist wichtig bei Bildern, bei denen Farbschicht um Farbschicht aufgetragen wird, bis ein monochromer, satter Untergrund entsteht. Über diesen legt Dorothee Wendel dann oft noch einen hellen Firnis, wodurch die Gemälde an Tiefe gewinnen und gleichzeitig eine schwebende Leichtigkeit und Transparenz erhalten“

Petra Hartmann im TOP-Magazin Saarland Frühjahr 2014